Erbrecht

Prozessfinanzierung: Probleme im Erbrecht vor Gericht klären

Prozesskostenfinanzierung bei ErbrechtsfällenVielen Personen ist es wichtig festzulegen, wer nach ihrem Tod ihr Vermögen, Immobilien und andere Wertgegenstände erben wird. Hierzu sollte ein Testament aufgesetzt werden, in welchem genau vermerkt wird, welchem Angehörigen welcher Wert vermacht werden soll.

Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass Personen explizit enterbt bzw. gar nicht im Testament genannt werden. Nahen Angehörigen steht trotzdem der sogenannte Pflichtteil zu, um den jedoch häufig Streitigkeiten entbrennen. In manchen Fällen kann das Testament auch fehlerhaft sein oder Angehörige bezweifeln, dass die Inhalte tatsächlich den Willen des Verstorbenen widergeben.

Ist keine Einigung zwischen den (potenziellen) Erben möglich, hilft in der Regel nur noch die Unterstützung durch einen Rechtsanwalt und evtl. eine Klage vor Gericht. Hierfür können jedoch Kosten anfallen, die nicht jeder Betroffene tragen kann. Aus diesem Grund fragen sich viele, welche Möglichkeiten der Prozessfinanzierung im Erbrecht bestehen.

Prozessfinanzierung: Wir helfen Ihnen weiter

Bei Erbstreitigkeiten ist die Lage oft schnell verfahren, weil es nicht nur um Vermögen und andere materielle Werte geht, sondern auch psychische Faktoren, wie Wut, Trauer und Enttäuschung, eine Rolle spielen. In einer solch vertrackten Situation ist der Gang vor Gericht keine Seltenheit.

Viele Betroffene scheuen sich jedoch, eine Klage anzustreben, etwa um ihren Pflichtteil einzufordern, da sie die Kosten für ein aufwendiges Verfahren und die Unterstützung durch einen Anwalt nicht tragen können.

Können sie die Prozessfinanzierung im Erbrecht nicht selbst stemmen, können wir als Prozessfinanzierer einspringen. Entscheiden wir nach Prüfung Ihres Falles, Ihren Prozess zu finanzieren, tragen Sie kein finanzielles Risiko. D.h. wir übernehmen die anfallenden Kosten für den Rechtsstreit und Sie müssen nicht Ihr eigenes Kapital einsetzen. Im Gegenzug erhalten wir, wenn Sie den Prozess gewinnen, eine prozentuale Beteiligung an den erstrittenen Mitteln.

Damit eine Prozessfinanzierung im Erbrecht oder anderen Rechtsgebieten möglich ist, müssen jedoch in der Regel verschiedene Voraussetzungen erfüllt werden:

1. Der Streitwert muss einem gewissen Mindestbetrag entsprechen.
2. Die gegnerische Partei muss zahlungsfähig sein.
3. Es muss ein positiver Ausgang des Verfahrens zu erwarten sein.

Der große Vorteil dieser Form der Prozessfinanzierung im Erbrecht besteht darin, dass Ihnen kein finanzielles Risiko entsteht. Verlieren Sie den Rechtsstreit, tragen wir die angefallenen Auslagen.

Weitere Möglichkeit: Die Prozesskostenhilfe bei Streitigkeiten ums Erbrecht

Eine weitere Form der Prozessfinanzierung im Erbrecht oder anderen Rechtsgebieten ist die staatliche Prozesskostenhilfe. Wenn eine Erbschaft zu Auseinandersetzungen führt, kann die PKH Betroffenen, die nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfügen, um einen Anwalt zu beauftragen und Klage vor Gericht einzureichen, finanziell unterstützen.

Ein Antragssteller muss in diesem Fall jedoch seine Finanzen offenlegen, um nachzuweisen, dass er einen Anspruch auf die Prozesskostenhilfe besitzt. Innerhalb der vier Jahre nach dem offiziellen Abschluss des Verfahrens ist er außerdem dazu verpflichtet, wesentliche Änderungen betreffend seines Einkommens oder Vermögens zu melden.

Sie sollten sich darüber im Klaren sein, dass Sie die staatliche Prozesskostenhilfe zurückzahlen müssen bei einer Erbschaft oder in einer anderen Situation, in welcher Sie finanziell besser gestellt werden. Vier Jahre nach Abschluss des Rechtsstreits müssen Sie außerdem unaufgefordert dem Gericht melden, wenn Sie umziehen, mehr verdienen oder anderweitig über eine größere Summe Geld verfügen können. Bei anderen Formen der Prozessfinanzierung im Erbrecht besteht ein solcher Zwang nicht.

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